Europäische Kulturlandschaften und ihre Erhaltung durch alte Nutztiere

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Die ursprünglichen Kulturlandschaften Europas sind vielfältig und abwechslungsreich. Dies ist auch das Ergebnis der Einwirkungen von Mensch und Nutztier.

Vor der menschlichen Nutzung der Landschaft war Europa, bedingt durch eine Warmzeit, vermutlich überwiegend von dichten Wäldern geprägt. Diese Wildnis wurde von den ersten Bauern durchbrochen, zunächst mit wenigen kleinen Inseln. Die Beweidung mit Tieren veränderte das Waldbild. Durch Rodungen und Viehtrieb entstanden größere freie Flächen, auf denen sich lichtliebende Pflanzenarten ansiedeln konnten. Die landwirtschaftliche Nutzung formte im Laufe der Jahrhunderte die offenen und vielfältigen Kulturlandschaften, die wir heute kennen und schätzen.

Die Nutztiere haben also wesentlich zur Vielfalt der regionaltypischen Landschaften Europas beigetragen. Es wurden Rassen gezüchtet, die an bestimmte Regionen und Standorte besonders gut angepasst sind. Sie kommen zum Beispiel gut mit einer geringen Futtergrundlage oder klimatisch und geografisch schwierigen Verhältnissen zurecht. So hatte jeder Landstrich seine eigenen Tierrassen. Rassebezeichnungen wie Heidschnucke, Hinterwälder Rind oder Exmoor-Pony weisen auf die Bedeutung dieser Tiere für die Landschaften hin.

Der Erhalt dieser typischen Landschaften durch den Menschen ist sehr teuer und aufwendig. Die alten Tierrassen dienen dort der Landschaftspflege und dem Naturschutz. Sie gehören zum kulturellen Erbe.

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