Expertenrunde hält Großschutzgebiet in Schleswig-Holstein für sinnvoll

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Auf Einladung des Haustierparks Arche Warder fand gestern nun bereits zum 5. Mal ein sogenanntes „Kamingespräch“ zu Fragen des Naturschutzes, der Umweltbildung, der Tierethik und dem Miteinander von Natur und Landwirtschaft statt. Grundsätzlich befürworteten Prof. Dr. Dr. Kai Froelich, Prof. Dr. Edgar Schallenberger, Prof. Dr. Ulrike Täck, Dr. Ulrich Fehlberg, Dr. Walter Hemmerling, Klaus-Peter Lucht und Rolf Martens mehrheitlich die Einrichtung eines Natur-Großschutzgebietes in Schleswig-Holstein. Allerdings müssen dafür bestimmte Voraussetzungen gegeben sein und bestimmte Bedingungen erfüllt werden. Nicht nur die notwendige Größe, sondern auch die Vernetzung von inselartigen Schutzgebieten und ein fachkundiges Gebiets- und Besuchermanagement sind dafür unabdingbare Voraussetzungen. In diesem Zusammenhang spielt auch die Landwirtschaft eine herausragende Rolle. Die Politik müsse, so die einhellige Meinung der Experten, die Landwirte für besondere Leistungen und Aufwendungen im Naturschutz so entschädigen, dass es aufgrund dieser Maßnahmen nicht zu Ertragseinbußen kommt. Nur so könne man eine Akzeptanz in der Landwirtschaft erreichen.

Über diese Wege könne man nicht nur einen erheblichen Beitrag für die Artenvielfalt erzielen. Die Ausweisung großer Schutzgebiete müsse auch gekoppelt seit an die Einrichtung außerschulischer Lernorte mit dem Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung zu gestalten und Menschen im Rahmen eines sanften, gut durchdachten Tourismus wieder stärker an die Natur heranzuführen.

 

 

 

 

 

[ssba]